Donnerstag, 29. Oktober 2015

Araberhalfter Teil 4

Heute starten wir endlich mit dem praktischen Teil. Leider habe ich nicht von allem ein Bild, aber ich versuche es so gut wie möglich zu erklären.

Das Tutorial zeigt ein einfaches Halfter. Außerdem findet ihr einen Link zu Ninas tollem Araberhalfter Tutorial!!

Das Kopfteil

Obwohl es verschiedene Methoden gibt, das Kopfteil zu gestalten und zusammenzusetzen, besteht ein Kopfteil immer aus drei geflochtenen Strängen. Diese Stränge werden dann zusammengeklebt oder genäht.


1. Zuerst wird das Stickgarn / die Wolle zurechtgeschnitten. Dafür orientiert ihr euch bitte an den Abmessungen, die wir in Teil 3 besprochen hatten.
Der Strang, der geflochten wird, sollte immer länger sein, als der spätere fertige Strang. So verhindert ihr, dass ihr noch mal anfangen müsst. Vernäht ihr die Stränge, sollte der geflochtene Strang länger sein, als eure Abmessung. Wer mit der nachfolgenden Technik arbeitet, sollte dazu auch noch einmal etwas mehr dazuflechten, damit wir einen Teil des Halfters umklappen können.

2. Der abgeschnittene Faden wird jetzt geteilt. Wie dick oder dünn bzw. wie viele einzelne Stränge ihr aus dem Faden lösen müsst, hängt von eurem Material ab. Stickgarn kann etwas dünner aufgetrennt werden, weiche Wolle sollte lieber etwas dicker bleiben. Am besten einmal mit einem kurzen Stück Probe flechten. 1 - 2 mm müssten passen.
Für mein Halfter habe ich meinen Wollfaden in zwei Teile geteilt: 1 Strang aus einem Faden und 1 Strang aus zwei Fäden. Dasselbe habe ich mit einem zweiten Faden gemacht und hatte damit 3 einzelne Stränge mit je 2 Fäden.

3. Zum Flechten pinne ich eine Sicherheitsnadel an das Knie meiner alten Jogginghose. Winkelt man das Knie an, kann man so straff flechten. Wahlweise geht auch ein Kissen, dass man sich zwischen die Knie klemmt.

Flechten, flechten, flechten.

4. An die Sicherheitsnadel werden dann meine drei Stränge gebunden. Diese Stränge werden dann mit einem Stück Garn (nicht zu kurz) abgebunden und "normal" verflochten.

5. Das Ende des geflochtenen Strangs wird wieder mit einem Stück Garn abgebunden.
Das Ganze jetzt drei Mal.
Wichtig: Die Stränge sollten möglichst alle gleich lang sein, damit man sie besser vernähen bzw. kleben kann. Außerdem könnt ihr nach dem Abbinden die überstehenden Fäden abschneiden - nicht zu lang und bitte nicht zu kurz.

Die fertigen Stränge.

Jetzt könnt ihr euch aussuchen, ob ihr kleben oder nähen möchtet. Zum Thema kleben möchte ich euch gerne ein besonders schönes Tutorial zeigen. Nina Mauritz von Nima´s Arabians hat ein eigenes Tutorial zum Thema Araberhalfter gemacht. Das Tutorial ist super und sehr leicht: Ich habe damit selbst ein Halfter gemacht. Das Video findet ihr hier: Tutorial " Araber Showkostüm Part A ".

Wer vernähen möchte findet hier seine Anleitung:

1. Die Stränge flach auf den Tisch legen oder in die Hand.

Das Auffädeln auf die Nadel erleichtert das vernähen.

2. Die Nadel mit dem langen Faden in Farbe der Wolle seitlich! - also in die flache Seite des Strangs - und nah am abgebundenen Ende des Strangs stechen.

3. Die Nadel durch den Strang auf der anderen Seite ziehen und wie in Punkt 2 in den zweiten Strang stechen. Punkt 3 wiederholen.

4. Die Stränge flach hinlegen, den Faden komplett durchziehen und schon sind alle Teile miteinander verbunden.


5. Straff (nicht zu straff) anziehen und ein paar mm weiter auf derselben Seite einstechen und die Punkte 2 - 5 wiederholen.

Tipp: Den Abstand zwischen den Einstichen nicht zu weit machen, sonst wird das Halfter wellig.

6. Am Ende angekommen verknotet ihr den Faden und schneidet überstehende Fäden ab.

7. Von den Fäden zum abbinden der einzelnen Stränge nehmt ihr einen und wickelt ihn um die anderen Fäden, mit denen Ihr abgebunden habt. Verknoten und fertig!

Quasten / Toddeln:

Für das Halfter brauchen wir 12 Toddeln: 6 für die Seiten und 6 für das Ende des Kopfteils.

1. Für die Quasten Stickgarn oder Wolle in 4 cm lange Stücke schneiden. Die Dicke der Stränge sollte auch hier lieber etwas weniger sein, sonst werden die Quasten zu buschig.

2. Ein längeres Stück Garn flach hinlegen.


3. Die Fäden auf das Garn legen und mittig verknoten.



4. Das Stück Garn an seinen Enden verknoten und an der Sicherheitsnadel befestigen.

5. Jetzt die Stickgarn-/ Wollfäden umlegen und mit einem Stück Garn mit einer Farbe eurer Wahl umwickeln. FERTIG!

Um die Quasten zu verzieren kann man jetzt noch Perlen anbringen. Wer durchsichtige Perlen nutzt, sollte darauf achten, dass man den Faden nicht durchschimmern sieht.
Wieviele Perlen angebracht werden, hängt von der größe der Perlen ab und der Länge, die ihr gemessen hab.


Im nächsten Teil verbinden wir Kopfteil und Toddeln, basteln die Dekoration und bringen unsere Ketten an. :)







Mittwoch, 28. Oktober 2015

Lebenszeichen

Ich bin endlich wieder gesund und arbeite gerade am vierten Teil des Halfter"tutorials".
Leider ist das mehr Arbeit, als ich gedacht hätte.

"The Headless Stallion" - now available with head and neck.

Damit es was zu sehen gibt, bis Teil 4 fertig ist, zeige ich euch mein neustes Projekt. Anfangs war er nur der "Headless Stallion", da ich am kopf- und halslosen Körper gearbeitet habe, aber: Tadaaaa! Es gibt einen Kopf! Es gibt noch viiiel zu tun, aber wir nähern uns einem akzeptablen Zustand.

Ich hoffe, ich bekomme Teil 4 heute oder morgen fertig! :)

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Araberhalfter Teil 3

Da ich mich z. Z. etwas krank fühle und lieber schlafen und mich ausruhen als posten möchte, wird der heutige dritte Teil etwas kürzer. Trotzdem beschäftigen wir uns heute mit dem letzten "theoretischen" Teil des Araberhalfters: Abmessung.

Mir ist aufgefallen, dass viele Halfter etwas zu lang für die Modelle sind. Meistens ist dabei das Kopfteil selbst zu lang - zusammen mit zu langen Quasten am Ende des Kopfteils sorgt dass dafür, dass das Halfter selbst bis über die Nüstern oder sogar über das Maul des Tieres hinausragt.
Die Länge dieser Halfter spricht natürlich nicht gegen ihre Ausarbeitung: Viele Künstler, die ihre Halfter zu lang machen, arbeiten diese trotzdem wundervoll aus.
Dee Crawley von  "DeeC´sDesigns" oder Melissa Halvas von "Arabesque Arabian Tack" beispielsweise haben recht lange Halfter. 
Auch wenn diese Künstler unbestreitbar LSQ-Tack fertigen, sollten zukünftige Tackmaker darauf achten, dass ihre Halfter nicht zu lang sind bzw. nicht länger als die richtigen Halfter. LSQ-Tack arbeitet immer so nah an der Realität wie möglich. Wer also LSQ-Halfter fertigen möchte, sollte darauf achten, dass die Halfter so lang sind, wie beim Original. Meiner Meinung nach schafft Terri Wright von Priam Costumes das besonders gut.


Die richtige Abmessung

 Länge: Das Kopfteil des Halfters ist knapp etwas länger als das Jochbein und liegt etwas tiefer im Genick als das Genickstück eines Zaumzeugs. Um ein passendes Halfter herzustellen, muss ein paar cm vor dem Jochbein bis zur Mitte des Genicks bzw. leicht darunter gemessen werden, wie in der gelben Linie zu sehen. Von hier kann entweder einmal bis zur anderen Seite gemessen werden oder die gemessene Länge verdoppelt werden.  
Breite: Die Breite des Halfters misst man am Besten nach Vorlagen. Ein Halfter besteht aus drei geflochtenen Strängen, die zusammengefügt werden. Diese Stränge sollten von Anfang an lieber etwas dünner geplant werden, damit das Halfter am Ende nicht zu breit wird.



Die Quasten hängen bei richtigen Araberhalftern leicht nach unten. Würde man die Quasten in eine Linie mit dem Halfter bringen, würden sie ungefähr bis zum Maulwinkel reichen, wie die rote Linie zeigt. 
Wer Perlen an die Quasten machen möchte sollte bedenken, dass die eigentliche Quaste kürzer sein muss. Perlen und Quaste sollten dabei zusammen nicht länger als die rote Linie sein. 

Schwieriger als das komplette Kopfteil ist die Abmessung der Ketten. Das Problem dabei ist, dass zu straffe Ketten am Modell kratzen könnten und/oder das Halfter nicht leicht an- und ausgezogen werden kann. Ketten, die am Nasenrücken zu locker sind, hängen unschön herum und zerstören die Optik. Da die Kette später mit einem Ring am Kopfteil befestigt wird, muss der Ring in die Messung miteinbezogen werden. Wer die Ringe nicht miteinbezieht, riskiert zu lange Ketten. Die Arbeit mit dem Ring ermöglicht zudem die Kette in ihrer Länge zu korrigieren, indem man den Ring in unterschiedliche Glieder hängen und erneut damit abmessen kann. Außerdem kommt es damit zu weniger Verschnitten.
Die "Kinnketten" sind leichter zu messen und sollten nicht zu lang sein. Dafür misst man auch diese am besten mit dem Ring ab und vergleicht die Länge mit seinen Vorlagen.  


Kleiner Tipp: Fertige Abmessungen hebt man am besten in einer kleinen Liste auf. Das erleichtert die Herstellung neuer Halfter, ohne diese ständig auszumessen. Außerdem hilft es Fehler zu korrigieren oder alte Messungen zu verändern,ohne dieselben Fehler noch einmal zu machen.


In Teil 4 kommen wir endlich zum praktischen Arbeiten und beginnen mit den ersten Schritten unseres Halfters!

Sonntag, 18. Oktober 2015

Araberhalfter Teil 2

Heute geht es, wie gestern schon angekündigt, um die Materialien. Da dieser Eintrag recht lang wird, verschiebe ich die Abmessungen auf Teil 3.

Material


Es gibt mehrere Materialien, aus denen man Kopfteil und Quasten herstellen kann. Eigentlich eignet sich dafür jedes Material, das sich flechten lässt. Bis jetzt sind mir allerdings nur Wolle und Stickgarn als Material bei fertigen Halftern anderer Künstler / Tackmaker begegnet.

Stickgarn vs. Wolle

Einige Tackmaker benutzen für ihre Arbeiten Stickgarn. Stickgarn hat den Vorteil, dass es relativ elastisch und belastbar ist. Einzelne Stränge können also fester geknotet oder geflochten werden, ohne das der Faden reißt. Außerdem kann man sich bei Stickgarn für matt oder glänzend entscheiden, was ganz unterschiedliche Effekte am Pferd und für das Halfter oder sogar ein ganzes Set ergibt. Stickgarn hat zudem den Vorteil, dass es in einer großen, aber doch begrenzten Anzahl von Farben kommt. Sattel und Halfter können so besser aufeinander abgestimmt werden.


Wolle ist ein etwas schwierigeres Material, das nicht unbedingt immer geeignet ist. Einige Wollsorten sind relativ reißfest und belastbar, andere hingegen sehr empfindlich. Ich selbst habe Wolle zu Hause, die sich bei zu viel Zug und Reibung durch die Finger beim Flechten vom Strang ablöst: Das Ergebnis ist ein halber, unbrauchbarer Strang. Andere Wollarten sind besonders stabil und glatt und lassen sich sehr gut verarbeiten - meistens erinnern sie in ihrer "Konsistenz" an Stickgarn.
Auch Wolle kommt in unzähligen und vermutlich (ich habe es nicht versucht herauszufinden) mehr Farben und Varianten / "Konsistenzen" vor, als Stickgarn.

Verschiedene Wollsorten

Welches Material eignet sich nun aber am besten?
Ich persönlich arbeite gerne mit Wolle. Ich kenne einige wirklich gute Tackmaker, die unglaublich schöne Halfter mit Stickgarn herstellen - leider sind mir diese etwas zu glatt. Wenn ich mich für eine Wolle entscheide, gehe ich meistens von der Optik des Knäuels aus: Ein Knäuel sollte für mich möglichst nah an meine Vorstellung eines Halfters herankommen. Das heißt, meine Wolle sollte möglichst versuchen, die Struktur des echten Halfters nachzubilden. Dafür greife ich oft auf etwas rauere und fransige Wolle zurück, die in ihrer Verarbeitung allerdings sehr schwierig sein kann! Es gibt allerdings auch glatte Wollsorten, die sich durch Reibung aufrauen lassen und sich in ihrer Erscheinung der raueren Wolle annähern.
Bitte bitte bei Wolle beachten: Was auf der Haut kratzt und sich unangenehm anfühlt, sollte möglichst nicht aufs Pferd. Ich habe zwar noch nicht ausprobiert, was passiert, wenn kratzige Wolle an mein Modell kommt, ich kann mir aber vorstellen, dass Stellen, die oft am Material reiben (z. B. der gesamte Bereich des Kopfteils) leichter Farbe verlieren könnten. Was den Hauttest nicht besteht, wird nicht gekauft.

Zum Schluss möchte ich kurz noch über den Preis sprechen: Wolle und Stickgarn sind in ihrem Preisleistungsverhältnis fast gleich, Wolle ist allerdings im Knäuel im Laden meist etwas teuerer. Je teurer die Wolle, umso hochwertiger ist die verarbeitete Wolle, z. B. Merino o. ä.
Für den Anfang würde ich Stickgarn empfehlen und so erst mal die teure Wolle vermeiden. Stickgarn ist zudem leichter zu beschaffen als Wolle, denn die würde ich nur in einem guten Wollgeschäft kaufen.

Weitere Materialien

Neben Wolle oder Stickgarn ist die Kette das wichtigste am Halfter. Ketten kommen in unterschiedlichen Größen und sollten möglichst zum Maßstab des Modells passen. Je größer die einzelnen Glieder, umso unrealistischer wirkt das Halfter. Die Kette ist nicht nur eine Kette, sie ist ein wichtiger Teil des Halfters, denn sie ist gut sichtbar.
Manche Halfter arbeiten mit goldenen Ketten, andere mit silbernen. Silberne Ketten sind deutlich leichter zu kaufen als goldene. Gerade beim Abstimmen von Garn und Perle auf Kette gibt es hier mit dem Goldton oft Probleme. Viele Ketten wirken golden oder gelb, sind im Vergleich mit den Perlen allerdings zu rotstichig oder zu dunkel. Für den Anfang sind solche Kleinigkeiten allerdings nicht so wichtig - ich bin einfach pingelig. 

Um das Halfter wie die echten zu dekorieren, benötigt man außerdem Fimo. Fimo kommt in zwei oder drei verschiedenen Konsistenzen und in vielen verschiedenen Farben. Wer nicht auf Anhieb die passende Farbe findet, sollte immer daran denken, dass Fimofarben auch untereinander gemischt werden können. Soll das Blau also heller einfach etwas Weiß mit einkneten und solange aufhellen, bis der gewünschte Farbton entsteht.
Aus dem Fimo werden im Einzelnen kleine Muscheln, Dreiecke oder Perlchen geformt, die zusammengefügt die Dekoration ausmachen. Normalerweise sind bei echten Halftern die Muscheln und Perlen auf runden oder rautenförmigen Stoffstücken angebracht, die dann auf das Halfter genäht werden. In Miniatur kann das natürlich nicht gut umgesetzt werden, sodass alle Teile hier aus Fimo gebastelt werden.
Die Anordnung und Gestaltung der Deko hängt dabei von den Farben der Halfter ab.

Wie die echten Halfter brauchen auch die Modellihalfter Perlen. Perlen, die in verschiedenen Farben für die Herstellung von Schmuck genutzt werden, eignen sich dabei am besten. Sie kommen den Holzkugeln/-perlen am richtigen Halfter am nächsten. Trotzdem sollte man aufpassen, dass man nicht zu viele Perlen verwendet: Die Perlen sind nicht klein genug um 100%ig zum Halfter zu passen bzw. dem Verhältnis von echtem Halfter und Perlen zu entsprechen.
Die Perlen finden sich meist an den Quasten seitlich am Kopfteil und können auch sehr schön für die Quasten am Ende des Kopfteils, also am Maul, benutzt werden, wie dieses Halfter zeigt: http://img13.deviantart.net/01ed/i/2009/122/f/5/purple_arabian_halter_set_by_tolthorse.jpg
Und ein Beispiel aus dem Modelhorseblab von Nichelle:
http://www.modelhorseblab.com/forums/showthread.php?142095-Arabian-Tack

Das letzte und vielleicht neben der Wolle wichtigste Material sind Nadel und Faden. Um später die einzelnen Teile des Kopfteils zu verbinden, braucht ihr beides. Die Nadel muss dabei nichts Besonderes sein. Sie sollte lieber etwas kürzer sein um besser auch die schwierigeren Stellen zu nähen. 
Das Garn sollte möglichst aus Baumwolle sein. Damit reißt es bei viel Zug zwar schneller, kann aber besser verknotet werden. Garne, die nicht aus Baumwolle sind, sind meistens recht glatt und können sich damit selbst aufknoten. Farblich sollten sie zum Stickgarn passen. Dafür geht man am besten mit einem kurzen Faden in den Laden und gleicht die Beiden ab. 

Mit diesen drei Materialien sind die wichtigen sichtbaren Teile des Halfters abgedeckt. Meistens braucht man allerdings noch ein wenig mehr.
Eine Schere ist für das Basteln lebensnotwendig. Sie sollte möglichst scharf sein und nicht an den Fäden reißen. Am besten eignen sich Scheren für die Maniküre, da diese recht spitz sind und damit präzise an schwierigen Stellen schneiden. Außerdem sind sie handlicher und versperren nicht die Sicht, auf das, was abgeschnitten werden soll.
Um Kette und Halfter zusammen zubringen benötigt man Draht. Draht gibt es, wie die Ketten, in Silber und Gold und in verschiedenen Stärken. Die Stärke für ein Araberhalfter liegt bei ca. 0,3 - 0,4 mm. Bei dem Draht sollte man darauf achten Basteldraht zu kaufen: Dieser ist weich und lässt sich leicht abknipsen und ist mit nicht einmal 2 € billig.
Außerdem braucht man:
- Kleber
- Eine Sicherheitsnadel zum Flechten
- Einen Seitenschneider für Draht und Kette


Samstag, 17. Oktober 2015

Araberhalfter Teil 1

Zurzeit arbeite ich daran, mein erstes, "altes" Araberhalfter zu überarbeiten. Meine bisherige Methode war mir etwas zu unsicher - in Bezug auf Transport, Sicherheit am Modell etc.


Das "alte" Halfter.
Dieses Halfter scheint mir ein guter Punkt für einen generellen Post über Araberhalfter zu sein. Das ist kein Tutorial im Sinne von "Tu dies so", sondern soll anregen, selbst neue Wege zu gehen. Dazu habe ich ein paar Schritte und darin enthaltene Anregungen aufgeschrieben.

Als Erstes und Wichtigstes:

 

1. Vorlagen: 

Wer Tack machen will, sollte sich eine Auswahl an Vorlagen zulegen, die er jederzeit für seine Arbeiten heranziehen kann. Vorlagen haben den Vorteil, dass man zum eine Vorstellung davon hat, wie etwas aussieht und zum anderen setzt man sich mit dem ausgesuchten Stück und dessen Zusammensetzung auseinander. Je mehr Gedanken man sich über sein neustes Projekt macht, umso besser wird auch die Umsetzung gelingen. 
Die Bilder sollten möglichst groß und hochauflösend sein, damit man sich auch die Details des echten Zubehörs ansehen kann. Ganz wichtig: Man kann nicht alles exakt in Miniatur nachbilden! Zudem sollten die Vorlagen möglichst verschiedene Ansichten zeigen, sodass man sich die Zusammensetzung der einzelnen Elemente genau ansehen kann. Das kann ggf. auch das spätere "zusammenbauen" des Minis erleichtern.
Schnell und einfach findet man Vorlagen bei Google. Ich persönlich habe aber noch einen altmodischen Ordner, in dem ich meine Vorlagen sammle. Hierbei habe ich mehrere große und kleine Bilder oder Cover von verschiedenen Zeitschriften ausgeschnitten und in Klarsichtfolien gesammelt. So kann ich auch ohne Internet mein Tack basteln oder sogar auf Reise mitnehmen - ganz ohne PC, Stick, etc.

Vorlagen geben zudem einen Einblick in Farben / Muster, Variationen im Material und Design und erleichtern so den Einstieg. Später kann man seiner Fantasie immer noch freien Lauf lassen und sich außerhalb der Vorlagen austoben.


Hat man seine Vorlage gefunden, setzt man sich nun genauer mit dem Tack auseinander. 

2. Das Halfter:
Araberhalfter kommen in zwei Varianten vor: mit Quasten und ohne. Die Halfter mit Quasten sind dabei wohl am meisten verbreitet.
Das Halfter besteht eigentlich nur aus 5 Stationen:
 - Kopfteil (das lange Band)
 - Quasten seitlich
 - Quasten im Bereich des Mauls
 - Kinn- und Nasenkette
 - Die Dekoration auf dem Kopfteil 

Einige Halfter haben noch eine Art Kehlriemen, der unten mit zwei Bommeln versehen ist. Die "Kinnkette" verläuft in einen Strick, von dem ich bis jetzt eine einzige Vorlage gefunden habe.


Im nächsten Post beschäftigen wir uns mit dem Material und Abmessungen für das Halfter.
Vielleicht konnte ich ja jemanden dazu inspirieren, selbst ein Araberhalfter basteln zu wollen. 

(Kritiken, Anregungen, Wünsche etc. bitte per Kommentar oder als Mail an mich. Ich freue mich!)

Dienstag, 13. Oktober 2015

Die schwarze Katze

Mein Name ist Vanessa, ich bin 25 und ich bastle gerne für und an meinen Pferden. Mit diesem Blog hat mein mehr oder weniger aktives Custen und Tackbasteln einen offiziellen Namen bekommen: "black cat studio". Pate stand dabei mein im April verstorbener Kater.

Ich möchte hier über alles bloggen, was mit Pferden, MP´s, Tack und dem ganzen Drumherum zutun hat.

RB Bajazzo, Trakehner rrh by Renate van der Graaff